Der Lebehof für die Galloway-Rinder

Wir haben es uns als Ziel gesetzt und zur Aufgabe gemacht, „Nutztieren“ ein Weiterleben „nach ihrem Dienst an der Gesellschaft“ zu ermöglichen.

Das Recht auf Leben gilt nach unserem moralischen wie auch ethischen Grundverständnis für alle Lebewesen und sie sollen frei von jeglichem weiteren Nutzungsanspruch ihr restliches Leben in einer behüteten und würdevollen Umgebung bis zu ihrem natürlichen Lebensende verbringen dürfen.

Wir möchten, dass hinter all den Tierprodukten, die für die heutige Gesellschaft offensichtlich nicht mehr wegzudenkenden sind, wieder ein Leben und ein Individuum zu erkennen.

Naturschutzgerechte Landbewirtschaftung und Landschaftspflege

•       Sowohl die intensive landwirtschaftliche Bodennutzung als auch die naturschutzorientierte Landschaftspflege wie Mahd und Entbuschung sind heute oft nicht mehr ausreichend, die biologische Vielfalt und das traditionelle Landschaftsbild zu sichern.

•       Die ganzjährige extensive Freilandhaltung von Rindern und Pferden ist eine kostengünstige Alternative zur Erhaltung der Landschaft. Sie wird zudem auch den Anforderungen des Naturschutzes, des Boden- und Gewässerschutzes sowie der Erholungsnutzung gerecht. Rinder und Pferde ergänzen sich dabei und sorgen sowohl für kurze Weiderasen als auch für Weidereste in Form von Hochstauden, die strukturbildend auf den Weideflächen wirken.

•       Mit der nachhaltigen Bewirtschaftung eines aus Naturschutzsicht sensiblen Naturraumes leistet der Betrieb einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung einer großen Vielfalt an Biotopen und geschützten Arten.

Tierschutzgerechte Haltung

•        Neben der ganzjährigen Wasserversorgung aus künstlich angelegten Tränken oder auch aus natürlichen Gewässern dienen auf den Weideflächen meist Gehölze und Hecken als Schutz vor Witterungsunbilden und intensiver Sonneneinstrahlung (Wildrinder würden den schützenden Wald aufsuchen). Sie dienen außerdem als Scheuerpfähle für die Fellpflege. Die Tiere entwickeln im Herbst ein dickes Winterfell und kommen, solange sie noch Nahrung und Wasser erreichen können, bei guter Ausgangskondition auch mit hartem Frost und Schnee zurecht. In den Wintermonaten wird das überständige Futter der Weideflächen abgefressen. An Winterfutterplätzen wird bei Bedarf zusätzlich Heu und Stroh angeboten und Liegeflächen werden zur Wärmeisolation mit Stroh eingestreut.